Was kostet Psychotherapie?

Gemäss dem Kartellgesetz (Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen) von 1996 ist es einem Verband nicht gestattet, seine Mitglieder auf offiziell verbindliche Tarife für psychotherapeutische Leistungen zu verpflichten.

Psychotherapeuten vereinbaren darum im Erstgespräch mit den Klientinnen spezifische und angemessene Tarife.
  • Die Tarife für Paar- und Familientherapie werden ebenfalls je nach Situation festgelegt. Gleiches gilt für Honorare für Vorträge, Unterricht, Tagungen und Kurse.
  • Für psychodiagnostische Abklärungen, Gutachten und Berichte wird der Tarif für Einzelkonsultationen verrechnet.
  • Überzeit wird proportional zum vereinbarten Stundenhonorar verrechnet.
  • Telefonberatung wird proportional zum vereinbarten Stundenhonorar verrechnet, wenn das Gespräch auf Initiative der Klientin oder des Klienten zustande kam und/oder wenn ein therapeutisches Gespräch nötig ist.
  • Absenzen: Falls die Sitzung 24 Stunden vorher begründet abgesagt wurde, erfolgt keine Verrechnung, sonst ist der volle Tarif zu bezahlen.
  • Unvorhergesehene Absenzen (Unfall, plötzliche Erkrankung u.a.) werden nicht verrechnet.
  • Vorhersehbare Absenzen wie Ferien, Militärdienst u. ä. sind nicht zu verrechnen, falls sie rechtzeitig (mindestens zwei Wochen vorher) angekündigt werden, sonst muss der volle Tarif beglichen werden.
  • Bei vergessenen Terminen wird der volle Tarif verrechnet.

Die Leistungen der Versicherungen

Während die Leistungen von (Ärzten) Psychiatern zu den obligatorischen Leistungen der Grundversicherung gehören, übernehmen die Krankenkassen das Honorar von nichtärztlichen Psychotherapeutinnen nicht. Je nach Zusatzversicherung wird ein Beitrag an die Psychotherapie bezahlt, sofern die Psychotherapeutin auf der Liste von santé suisse registriert ist. Unsere Mitglieder sind alle von santé suisse anerkannt. Diese Beiträge sind je nach Krankenkasse sehr unterschiedlich. Es empfiehlt sich, vor dem Erstgespräch bei der Kasse nachzufragen. Einige Kassen verlangen eine ärztliche Überweisung zur Psychotherapie. Über die Krankenkassenleistungen kann man sich auch auf der Website des Schweizerischen Psychotherapeutenverbandes (SPV) informieren.

Personen, die eine Psychotherapie benötigen, jedoch nicht über genügend eigene finanzielle Mittel verfügen, können sich an den Sozialdienst ihrer Gemeinde wenden. Dieser hilft bisweilen beratend und vermittelnd, wenn es um eine finanzielle Unterstützung geht.
Aktuelle Hinweise:

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