Systemische Paar- und Familientherapie

Die Systemische Therapie, auch Systemische Familientherapie genannt, sieht systemische Zusammenhänge und interpersonelle Beziehungen in einer Gruppe als Grundlage für die Diagnose und Therapie von seelischen Beschwerden und interpersonellen Konflikten. Sie basiert grundsätzlich auf der Humanistischen Psychotherapie und geht zurück auf verschiedene Gründungsorte und Gründer, die vom Menschenbild her unterschiedliche Verfahren entwickelten. Die Gemeinsamkeit der verschiedenen bestehenden Schulen besteht darin, dass sie davon ausgehen, dass psychische Probleme und Störungen nicht die „Krankheit“ einer Einzelperson darstellen, sondern die einer sozialen Gruppe (eines Systems). Auffälligkeiten eines Mitgliedes werden nicht als pathologisch, sondern prinzipiell als verstehbare Reaktion auf Probleme oder Anforderungen im System gesehen, die evtl. selbst problematisch sein können.

Die Therapie legt grundsätzlich Wert auf die Analyse und Veränderung der Kommunikationsmuster innerhalb des Systems. Häufig angewendete Techniken sind Familienskulptur oder Familienaufstellung, Soziogramm, verbale Methoden (wie z.B. Reframing, Paradoxe Interventionen, Arbeit mit Metaphern und Bildern), Hausaufgaben. Bei den Sitzungen ist das Paar oder mehrere Familienmitglieder gemeinsam anwesend; sie finden in grösseren Abständen von mehreren Wochen statt. Während den Pausen zwischen den Sitzungen soll die Familie die in der Therapie erarbeiteten Erkenntnisse umsetzen bzw. die Hausaufgaben erfüllen.

Systemische Ansätze werden auch für das Coaching von Gruppen in Unternehmungen und anderen sozialen Systemen angewendet. Auch in der Systemischen Therapie gibt es Richtungen, die in der Praxis unterschiedliche Schwerpunkte setzen:
  • Systemisch-konstruktivistische Therapie.
  • Strukturell-strategische Therapie.
  • Lösungsorientierte Kurz-Therapie.
  • Phasische Paar- und Familientherapie.
  • Narrative Therapie.
  • Ökologisch-systemische Therapie.
  • Familien-Aufstellungen.
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