Körperpsychotherapie

Körperpsychotherapie ist die Bezeichnung für unterschiedliche Therapiemethoden, die die psychischen und körperlichen Dimensionen menschlichen Erlebens gleichwertig behandeln. Die meisten Methoden sind tiefenpsychologisch orientiert.

Modernere Ergebnisse der Neurowissenschaftlichen Forschung ergaben, dass das Denken und Handeln von unbewussten inneren Prozessen mitbestimmt wird, die z.T. auf Erinnerungen in einem körperlichen Gedächtnis beruhen, welches im Limbischen System lokalisiert ist. Tiefenpsychologisch orientierte Körper-Psychotherapeu­tin­nen gehen also davon aus, dass in der körperlichen Organisation des Erwachsenen emotionale Informationen aus der frühen Kindheit gespeichert sind. Dies können aus frühen Erfahrungen abgeleitete „Kernüberzeugungen“ sein, wie z.B.: „Ich bin nicht gut genug!“ Diese als Gefühl im Körper gespeicherten Kernüberzeugungen bestimmen den Glauben, wie die Welt wirklich sei. Ein solcher Glaube kann – nach Ansicht der Körperpsychotherapie – nur dann verändert werden, wenn auch auf der gefühlten körperlichen Ebene eine andere Erfahrung möglich wird.

Körperpsychotherapie fordert also auf zu genauer Wahrnehmung eigener Körperprozesse und stellt je nach Schulrichtung bestimmte Wahrnehmungs- und Körperübungen zur Verfügung. Damit soll Unbewusstes bewusst und verstanden werden. Dabei ist das aufarbeitende Gespräch über die erfahrenen Körperprozesse, Träume, Phantasien, und Wünsche zentral.

Wichtige, in der Schweiz verbreitete Körperpsychotherapie-Methoden sind:
  • Biodynamische Psychologie nach G. Boyesen.
  • Bioenergetische Analyse und Therapie nach A. Lowen.
  • Biosynthese nach D. Boadella.
  • Focusing nach E. Gendlin.
  • Integrative Körperpsychotherapie IBP nach J. Rosenberg.
  • Körperorientierte Psychotherapie nach G. Downing.
  • Organismische Psychotherapie nach K. und M. Brown.
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